some random thoughts

Monat: Januar 2013

Ich bin kein Geek, ich liebe die Natur. Besonders wenn der Himmel so schön #3F75FF ist.

Ach Ken, hältst du uns für so dumm?

Ich bin ein großer Freund von Hörbüchern, und habe mir auch unlängst ein Abo eines großes Anbieters (den muss ich nicht erwähnen, oder?) gegönnt. Da ich üblicherweise mindestens auf dem Weg von und zur Arbeit höre, komme ich auf mindestens eine Stunde am Tag. Da ist so ein 3,5-Stunden Hörbuch natürlich schnell abgefrühstückt.

Beim Stöbern durch den Onlineshop stieß ich auf zwei Giganten in Sachen Spielzeit, Sturz der Titanen und Winter der Welt von Ken Follet.

Ich hatte vor Jahren schon „Die Säulen der Erde“ gehört, und das ganze als solide, und extrem süchtig machende, Unterhaltung im Hinterkopf. Die beiden Titel sollten die ersten beiden Teile der in Entwicklung befindlichen „Jahrhundert-Trilogie“ sein, welche die Geschichte Europas (und ein wenig die der USA) im 20. Jahrhundert aus der Sicht mehrerer Familien erzählt. Klang vielversprechend und in mein Beuteschema passend, also wurden blind beide Teile in den Einkaufswagen gelegt.

Der geschichtliche Hintergrund ist in der Tat die (einzige ?) Stärke dieser beiden Machwerke. Die Protagonisten werden immer wieder in entscheidende Momente der Zeit eingewoben. als Berater von mächtigen Männern, Demonstranten, Soldaten oder Industrielle. Das wirkt nicht immer elegant oder nachvollziehbar, bietet aber viel Mehrwert aufgrund der vielen, gut recherchierten, Details, die mir zu vielem nicht bekannt waren.

Leider, und jetzt kommen wir zum Titel dieses Posts, bewegt sich das erzählerische Gesamtniveau der Geschichten unterhalb dessen einer durchschnittlichen GZSZ-Folge. Alle Frauen sind bildschön, alle Protagonisten immer Edelmütig bis zum Erbrechen oder eindeutig Selbstsüchtig und falsch. Die gesamte Story wirkt wie aus einem Baukasten zusammengeschustert, dessen einzelne Puzzle-stücke man schon allzu oft in Fingern hatte. Natürlich kommt eine gute Geschichte nicht umhin den Zufall mitunter ein wenig zu beugen, aber was Follet hier veranstaltet wirkt teilweise schon fast lächerlich absurd.

Mit ein paar simplen Faustregeln lässt sich das Geschehen mit annähernd 100%iger Sicherheit vorhersagen:

  • Treffen ein Mann und eine Frau aufeinander haben sie Sex. Ungeachtet davon ob derlei Situation auf den vorhergehenden 100 Seiten schon 50x geschehen ist.
  • Trifft eine Person auf eine andere Person, die mit mehr als einem Satz beschrieben wird, handelt es sich definitiv um eine andere Hauptperson. Wie unsinnig das in der jeweiligen Situation auch sein mag.
  • Wird dem Leser suggeriert eine vorher als „schlecht“ eingeführte Situation tue etwas Gutes wird sich später herausstellen dass es in Wahrheit etwas Schlechtes oder gar Hinterhältiges war.
  • Obige Regel lässt sich für „die Guten“ umdrehen und ist ebenso wahr.

Nachdem ich diese stundenlange Tortour überstanden hatte, fühle ich mich regelrecht verarscht. Es kam mir grade unverschämt vor, wie man seinen Lesern (oder Hörern) ernsthaft so etwas servieren kann, und auch noch glaubt dass man damit durchkommt.

Kinder, lasst die Finger davon:

Es ist wie mit Zigaretten:Man weiß dass sie scheiße sind, kann aber trotzdem nicht aufhören!

Fußball ist Kunst

Auch wenn z.B. hier schon vor längerer Zeit darauf hingewiesen wurde, ist es mir einen eigenen Post wert.

George Best

Der aus Bosnien-Herzegowina stammende Künstler und Designer Zuran Lucic hat eine Reihe von Legenden des Weltfußball (über die Auswahl darf man sicher streiten) in Posterform verweigt.
Ich kenne mich leider selbst zu wenig mit diesen Dingen aus, um jetzt eine fachgerechte Einstufung in Genere oder Stil vorzunehmen. Ich würde es einfach mal als 70er-Jahre-Litfaßsäulen-Repro bezeichnen.
Eigentlich ist das aber auch egal, denn genial sind die Bilder in jedem Fall.

Van Persie

Cruyff

Maradonna

Alle Bilder finden sich hier im Profil des Künstlers bei behance.

The lost art of keeping a secret

Holt euch das Netz zurück!

Wieder so ein Slogan der durch das Internet geistert, und bei dem man nicht direkt weiß, was man darunter zu verstehen hat.

Ich habe mir mal meine Gedanken dazu gemacht, und bin auf dieses ominöse Thema Blogs, Facebook, Twitter, etc. gekommen. Alles Kanäle bei dehnen man Inhalte teilt, Meinungen, und vielleicht auch Schwachsinn, was man aber vor allen Dingen tut, ist die Plattformen interessant zu machen, Traffic zu produzieren. Natürlich ist das in gegenseitigem Interesse, Facebook beispielsweise gibt mir eine nette Plattform für Selbstdarstellung und Kommunikation und ich gebe ihnen dafür Content, aber irgendwie gefällt mir (ungewolltes Wortspiel) das nicht mehr so richtig. Nun transportiert dieser Slogan ja irgendwie auch die Aufforderung sich von all diesen Diensten frei zu machen, so weit würde ich aber nicht gehen.

Ich habe lange gedacht ich hätte zu viele soziale Netzwerke mit Twitter, FB, G+, Xing und wie sie alle heißen. Ich wollte alles an einer Stelle, alle Themen, alle Freunde und die gesamte Verschwendung von Lebenszeit.

Jetzt wo ich darüber nachdenke wird mir klar wie blöd diese Überlegung war, und vor allem, wie vollkommen ich doch darauf hereingefallen bin, was die Betreiber eben jener Portale mich glauben machen wollen.

Ich habe mich also für den umgekehrten Weg entschieden, keiner soll alles über mich in seiner Datenbank haben, möglicherweise viel, aber eben nicht alles. Man muss und sollte das natürlich nicht zum Dogma erheben, aber ich glaube dass es einem die Dinge sogar einfacher macht.
Und im Prinzip tut man seinen Freudnen/Followern/etc. auch was Gutes, denn wahrscheinlich interessiert über 90% meiner Facebook-Freunde dieser Text nicht die Bohne, und die Hälfte meiner G+-Freunde (heißen die da auch so?) benötigt kein ständiges Lebens-update von mir im Twitter-Stil.

Was ich eigentlich nur sagen wollte;

Ich blogge wieder. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.