Seit einigen Tagen ist bekannt, dass Google seinen Reader-Dienst einstellen wird. Der Aufschrei (ohne Hashtag) ist groß, und schon wird nach Alternativen gesucht. Auch ich war ziemlich irritiert, als mich beim allmorgendlichen Google-Reader-Öffnen eine nette kleine Meldung begrüßte.

Es werden Petitionen erstellt, unterschrieben und auf allen zur Verfügung stehenden Plattformen verteilt. Doch wenn man sich die Begründung zur Einstellung ein wenig genauer durchliest, erkennt man schnell dass hier eine strategische Entscheidung getroffen wurde. Man will das eigene Produkt Google+ pushen, und die Nutzer bewegen dort ihre Informationen zu aggregieren.

Leider macht Google hier den alten Äpfel und Birnen – Fehler. Google+ ist vieles, aber kein Newsaggregator. Und dank der (soweit ich weiß) noch immer fehlenden Schnittstelle um Beiträge automatisch zu veröffentlichen, auch kein Ersatz. Zumindest für WordPress habe ich kein vernünftiges Plugin gefunden, um meine Posts automatisch bei Google+ zu veröffentlichen.

Schön wäre es mit einer vernünftigen Integration des Readers in die Google+-Welt, ist doch immer schon die Vielfalt der verschiedenen Produkte eine große Stärke von Google gewesen.

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