Es gab letztens einen Tweet von @meinMTB der mich an einen alten Verdacht erinnerte. Schon lange vermute ich, dass die Angabe der verbrauchten Kalorien beim Mountainbiken mit runtastic völlig schwachsinnig ist. Natürlich kann solch eine Angabe nie genau sein, aber zumindest sollte sie alle bekannten Kennzahlen miteinbeziehen.

Ich habe mit also einmal 2 Routen herausgesucht, die annähernd die gleiche Länge haben. Für beide Routen habe ich eine Aktivität erstellt, mit exakt identischer Dauer von einer Stunde.

Vergleich Runtastic

 

Leider bestätigt bereits dieser erste, kleine Test die Vermutung. Während die erste Route mit insgesamt etwa 110 Höhenmetern recht flach ist, sind bei Route 2 mit knapp 780 hm ein paar Hügel mehr zu bezwingen. Der Distanz-unterschied beträgt allerdings grade mal knappe 100m (etwa 0,5 % länger).

Runtastic zeigt für die flache Strecke einen quasi identischen Kalorienverbrauch an wie für die Bergtour im Sauerland. Wenn man sich den Unterschied im Kalorienverbrauch ansieht, bemerkt man dass es sich um einen halben Prozent Unterschied, also genau der Streckendifferenz handelt. Berechnet wird hier also scheinbar nur anhand der Strecke, den Körpermaßen des Fahrers und einem selbst-definierten Multiplikator für MTB-Touren. Schade.

Der Markt der Fitness-Tracker ist hart umkämpft, und ich kann mir gut vorstellen, dass die Anbieter gerne mal bei der Angabe der verbrannten Kalorien ein wenig tunen. Schließlich darf man den psychologischen Effekt nicht vergessen, vor allem den wenn man das Portal wechseln möchte. Das RT aber derart plump rechnet hätte ich aber doch nicht gedacht.