Die Gegend hier zwischen südlichem Ruhrgebiet und nördlichem Sauerland mag für einige tolle Dinge stehen, auch wenn mir spontan nichts davon einfallen mag. Was jedoch definitiv nicht dazu gehört, ist die Freundlichkeit der Menschen. Ich bin selbst zu sehr Misanthrop, als dass ich mir aufdrigliche Schnellfreundschafts-Amis wünsche, aber ein simples „Hallo“ wäre mitunter ganz nett.

Da ich oft draußen unterwegs bin, kommt es, ohne dass man etwas dagegen tun könnte, häufiger mal vor, dass ich Menschen begegne. Gut erzogen, und naiv, wie ich nun mal bin, grüße ich die Person die ich treffe. Wenn man in unseren Breiten so etwas tut, sollte man vorbereitet sein, denn allzu häufig trifft man auf Zeitgenossen gegen die Grumpy Cat wahrer Pausenclown ist.

Eigentlich reagieren die Menschen immer auf eine von 2 Arten, und ich habe mir inzwischen schon einen Spaß darauf gemacht vorher zu raten, wie die Person am Horizont wohl reagieren wird.

Anstarren – Die von dir unverschämterweise gegrüßte Person starrt dich, natürlich schweigend, an. Der Gesichtsausdruck pendelt dabei meist zwischen Irritation, Desinteresse und Hass. Gerne bleibt man auch stehen, um dem Gesichtsausdruck mehr Bühne zu geben.

Ignorieren – Der Gipfel der erreichbaren Höflichkeit, der Gruß wird ignoriert aber es wird zumindest auf die Zurschaustellung von Antipathie verzichtet. Ein edler Zug.

Man kann die oben genannten Reaktionen sogar beliebig verstärken, indem man besonders freundlich und nett grüßt. Grade Typus 1 ist sehr anfällig dafür. Falls doch mal jemand zurück grüßt, muss die Person entweder zugereist oder grade in einem instabilen geistigen Zustand sein.

 

P.S.: Bei allen die sich nach dem Lesen der Überschrift mit einem fiesen Ohrwurm herumschlagen müssen, möchte ich mich entschuldigen, aber ich kann hier schließlich nicht ganz allein leiden.

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