some random thoughts

Kategorie: Life (Seite 2 von 3)

Mehr Sicherheit und Ordnung im Passwort-Dschungel

Mit den Passwörtern ist es wie mit vielen Dingen, wir wissen was eigentlich richtig wäre, machen es aber anders. Wir haben entweder zu leichte Passwörter, immer die Gleichen oder diese auf irgendeinem Zettel unter der Tastatur aufgeschrieben.  Grade in letzter Zeit, wo immer neue Nachrichten über geklaute Benutzerdaten die Runde machen, wird schnell klar, wie wichtig es ist nicht überall das gleiche Passwort zu verwenden.  So hat ein Angreifer durch das Knacken irgendeines kleinen Forums direkt die Zugangsdaten zu eBay, Amazon und Co.

Aber kein Mensch kann sich etliche Passwörter merken, vor allem nicht, wenn diese auch noch sicher, also lang und kompliziert, sein sollen. Die Kombination von ein paar Werkzeugen schafft da Abhilfe.

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Krieg? Tod? Hunger?

Wie schön wäre es in einer Welt zu leben, in welcher falsch deklariertes Pferdefleisch ein Problem ist, das tagelang die Titelseiten sämtlicher Nachrichtenmedien füllt.

#facepalm

Gedanken über Fleisch

Es ist nun fast 10 Jahre her, dass ich vegetarisch gelebt habe. Das war Überzeugung, und die Erkenntnis, dass aufgrund eigener Bequemlichkeit keine anderen Lebewesen Qualen oder Misshandlung erleiden sollten. Nach etwa 2 Jahren stellte sich bei mir eine innere Unzufriedenheit ein, ich war zermürbt von den immer wiederkehrenden blöden Sprüchen von Bekannten und Kollegen, und hatte schlichtweg keine Lust mehr dieses Dogma mit mir herum zu tragen. Gibt es doch im Leben schon genug unfreiwillige Regeln an die es sich zu halten gilt.

Ich begann also wieder Fleisch zu essen, und ehrlich gesagt war es damals eine Erleichterung. Ich genoss in Folge die Situationen, in welchen man einfach „mitmachen“ konnte; Mit den Kollegen nen Burger essen, nach der Party nen Döner und bei Feiern nicht bei jedem Gericht nach den Zutaten fragen. Die vorher häufig unangenehmen Situationen waren einfach weg, aber das schlechte Gewissen nur verdrängt.

In den letzten Jahren war die eigene Beruhigung dann besonders einfach. Bei uns zu Hause gibt es eigentlich nie Fleisch, und wenn dann alle paar Wochen mal ein wenig Wurst aus Bio-Haltung. Welch eine wunderbare Grundlage um sein Gewissen rein zu halten, sind doch sämtliche Außer-Haus-Fleischgerichte lediglich Ausnahmen, und die Gesamtbilanz immer noch deutlich besser als die des durchschnittlichen nicht-vegetarischen Konsumenten. Nur macht das die Sache nicht besser, und den Konsum definitiv nicht bewusster.

Echt lecker (Bild: vegway.de)

Ich werde nicht wieder zum Vegetarier werden, und ein Veganer wird wohl in diesem Leben auch nicht mehr aus mir, auch wenn die Argumente für eine solche Lebensweise nicht abstreitbar sind (aus ethischen, ökologischen und gesundheitlichen Gründen), wohl aber meinen Konsum genauer überdenken.

Vollständig verzichten werde ich nicht, und den Anspruch will ich auch gar nicht (wieder) an mich selbst anlegen. Die selbst aufgezogenen Hähnchens eines Freundes werde ich sicherlich nicht ablehnen, und ein gutes Stück Wild auch nicht. Und auch bei Tante Ernas 80. Geburtstag, ist doch der einzige Effekt den man erzielt, dass Tante Erna todtraurig ist dass dem Jungen das Essen nicht „schmeckt“. Und wahrscheinlich gibt es noch etliche anderen Situationen dieser Art, und um die soll es nicht gehen.

Das 1€-Frikadellenbrötchen an der Fleischtheke im Supermarkt muss nun wirklich nicht sein, und auch den Döner kann man galant gegen eine Falafel austauschen. Den Burger gibt’s inzwischen auch ohne Fleisch aber mit Geschmack, und sogar bei Grillgut eine wirklich tolle Auswahl (was vor 10 Jahren definitiv noch nicht so war). Aus Pizza mit Salami wird eine Funghi, und aus Pommes-Currywust die doppelte Pommes Schranke.

Was will ich eigentlich damit sagen? Ich weiß es selbst nicht genau, wahrscheinlich will ich nur mich selbst an gute Vorsätze erinnern, den Gedanken festhalten und vor allem beim nächsten Hamburger kritische Nachfragen provozieren. Jetzt schon mal vielen Dank dafür.

Ich bin kein Geek, ich liebe die Natur. Besonders wenn der Himmel so schön #3F75FF ist.

Ach Ken, hältst du uns für so dumm?

Ich bin ein großer Freund von Hörbüchern, und habe mir auch unlängst ein Abo eines großes Anbieters (den muss ich nicht erwähnen, oder?) gegönnt. Da ich üblicherweise mindestens auf dem Weg von und zur Arbeit höre, komme ich auf mindestens eine Stunde am Tag. Da ist so ein 3,5-Stunden Hörbuch natürlich schnell abgefrühstückt.

Beim Stöbern durch den Onlineshop stieß ich auf zwei Giganten in Sachen Spielzeit, Sturz der Titanen und Winter der Welt von Ken Follet.

Ich hatte vor Jahren schon „Die Säulen der Erde“ gehört, und das ganze als solide, und extrem süchtig machende, Unterhaltung im Hinterkopf. Die beiden Titel sollten die ersten beiden Teile der in Entwicklung befindlichen „Jahrhundert-Trilogie“ sein, welche die Geschichte Europas (und ein wenig die der USA) im 20. Jahrhundert aus der Sicht mehrerer Familien erzählt. Klang vielversprechend und in mein Beuteschema passend, also wurden blind beide Teile in den Einkaufswagen gelegt.

Der geschichtliche Hintergrund ist in der Tat die (einzige ?) Stärke dieser beiden Machwerke. Die Protagonisten werden immer wieder in entscheidende Momente der Zeit eingewoben. als Berater von mächtigen Männern, Demonstranten, Soldaten oder Industrielle. Das wirkt nicht immer elegant oder nachvollziehbar, bietet aber viel Mehrwert aufgrund der vielen, gut recherchierten, Details, die mir zu vielem nicht bekannt waren.

Leider, und jetzt kommen wir zum Titel dieses Posts, bewegt sich das erzählerische Gesamtniveau der Geschichten unterhalb dessen einer durchschnittlichen GZSZ-Folge. Alle Frauen sind bildschön, alle Protagonisten immer Edelmütig bis zum Erbrechen oder eindeutig Selbstsüchtig und falsch. Die gesamte Story wirkt wie aus einem Baukasten zusammengeschustert, dessen einzelne Puzzle-stücke man schon allzu oft in Fingern hatte. Natürlich kommt eine gute Geschichte nicht umhin den Zufall mitunter ein wenig zu beugen, aber was Follet hier veranstaltet wirkt teilweise schon fast lächerlich absurd.

Mit ein paar simplen Faustregeln lässt sich das Geschehen mit annähernd 100%iger Sicherheit vorhersagen:

  • Treffen ein Mann und eine Frau aufeinander haben sie Sex. Ungeachtet davon ob derlei Situation auf den vorhergehenden 100 Seiten schon 50x geschehen ist.
  • Trifft eine Person auf eine andere Person, die mit mehr als einem Satz beschrieben wird, handelt es sich definitiv um eine andere Hauptperson. Wie unsinnig das in der jeweiligen Situation auch sein mag.
  • Wird dem Leser suggeriert eine vorher als „schlecht“ eingeführte Situation tue etwas Gutes wird sich später herausstellen dass es in Wahrheit etwas Schlechtes oder gar Hinterhältiges war.
  • Obige Regel lässt sich für „die Guten“ umdrehen und ist ebenso wahr.

Nachdem ich diese stundenlange Tortour überstanden hatte, fühle ich mich regelrecht verarscht. Es kam mir grade unverschämt vor, wie man seinen Lesern (oder Hörern) ernsthaft so etwas servieren kann, und auch noch glaubt dass man damit durchkommt.

Kinder, lasst die Finger davon:

Es ist wie mit Zigaretten:Man weiß dass sie scheiße sind, kann aber trotzdem nicht aufhören!

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